Foto-Tipps

4 Objektive für Hochzeitsfotografie im Vergleich

Vor meiner ersten Hochzeit war ich total aufgeregt. Viele Fragen schwirrten mir durch den Kopf, aber die Frage, die mich am meisten beschäftigte war: Welches ist das beste Objektiv für die Hochzeitsfotografie?

Also kontaktierte ich ein paar nette Kollegen und fragt sie um Rat. Der eine war der Meinung das 24-70mm Zoom-Objektiv sei unerlässlich für die perfekte Hochzeitsreportage. Der andere sagte mir, er fotografiere nur mit Festbrennweiten, hauptsächlich mit dem 50mm 1.4 und manchmal mit dem 85mm 1.2. Die nächste Kollegin, war überzeugt davon, mit dem 35mm 1.4 Objektiv fast alles in der Hochzeitsfotografie abdecken zu können.

Nach diesen vielen Tipps war ich ratloser als zuvor. Welches Objektiv war den nun am besten geeignet? Sollte ich ständig zwischen den verschiedenen Varianten wechseln? Oder macht es Sinn zwei Kameras mit zwei verschiedenen Objektiven parat zu haben?

Das 24-70mm 2.8 im Praxis-Test bei der Hochzeitsreportage

Da ich Angst hatte die Objektive in der Hektik nicht schnell genug wechseln zu können oder mit zwei Kameras überfordert zu sein, entschied ich mich für das 24-70mm 2.8 Objektiv. Mit dem Zoom-Objektiv bin ich dann trotzdem flexibel, so mein Gedanke. Eine Ersatzkamera und verschiedene Festbrennweiten hatte ich vorsichtshalber auch dabei.

Welches ist das beste Objektiv für die Hochzeitsfotografie

Insgesamt kam ich auf der Hochzeit gut klar mit dem Zoom-Objektiv und konnte vom Getting Ready, über kirchliche Trauung bis hin zu Brautpaar- und Gästefotos alles abdecken. Da es an der Hochzeit aber sehr bewölkt und regnerisch war, musste ich schnell mit der ISO hoch, um eine gute Belichtung zu erzielen. In diesem Moment vermisste ich meine lichtstarken Festbrennweiten. Weiterhin störte mich im Nachhinein, dass das Bokeh bei den Portraits nicht so schön war wie z.B. bei meinem 85mm mit einer großen Blende von 1.4.

Welche Festbrennweite eignet sich als Objektiv für die Hochzeitsfotografie?

Für meine nächste standesamtliche Hochzeit beschloss ich dann, mich mit zwei Kameras und Festbrennweiten zu bewaffnen. Ich entschied mich für die Kombination aus dem 50mm 1.4 und dem 85mm 1.2 Objektiv. Auch mit dieser Variante kam ich insgesamt gut zurecht. Sie ermöglichte mir, die gewünschten Bokehs zu erzeugen und auch im etwas dunkleren Standesamt musste ich kaum mit der ISO hoch. Es war noch etwas ungewohnt, zwischen zwei Kameras zu wechseln, aber mit der Zeit gewöhnte ich mich daran. Der einzige Nachteil dieser Kombination war, dass ich in manchen Situationen (z.B. im engen Standesamt oder bei den Gruppenfotos) von etwas mehr Weitwinkel profitiert hätte.

Schließlich legte ich mir also noch das 35mm 1.4 Objektiv zu, um auch diese Variante bei der nächsten Hochzeit zu testen. Viele Hochzeiten und Erfahrungen später, ist dies nun zu meiner Lieblingslinse geworden 🙂 Ich gehe nun grundsätzlich mit zwei Kameras am Körper zur Hochzeit. Das 35mm ist dabei auf jeden Fall am Start, an der zweiten Kamera habe ich dann je nach Situation das 50er oder das 85er Objektiv.

Bei freien und kirchlichen Trauungen habe ich in der Regel mehr Bewegungsfreiheit und nehme dann gerne das 85er dazu, um z.B. bei der Ringübergabe und dem Kuss eine schöne Nahaufnahme zu machen. Im engen Standesamt nehme ich diese Momente mit dem 50mm oder 35mm auf. Während des Brautpaar-Shootings eignet sich wieder das 85mm 1.2 gut, um tolle Portraits zu machen. Den Tag über nutze ich aber zu 80-90% das 35mm 1.4, da es für mich einfach das perfekte Objektiv für die Hochzeitsfotografie ist.

Du brauchst nicht zwingend ein Makro-Objektiv für die Hochzeitsfotografie

Ein Makro-Objektiv hingegen besitze ich nicht, da ich es nur für die Ringfotos nutzen würde. Aus diesem Grund habe ich mir einfach eine Makro-Linsen zugelegt, die ich auf mein 50mm aufschrauben kann. Diese ermöglicht es mir ganz nah an die Ringe ranzugehen und das perfekte Ringfoto zu schießen, ganz ohne schweres Makro-Objektiv.

Fazit: Probiere einfach verschiedene Objektive für die Hochzeitsfotografie aus und entscheide dann für dich, mit welcher Variante du am besten zurecht kommst. Wie so oft, gibt es hier nicht DIE EINE Lösung. Was du aber auf keinen Fall zuhause lassen solltest, ist eine zweite Kamera, auch wenn du sie nur als Ersatz in der Tasche hast. Egal mit welchem Objektiv du die besonderen Momente einer Hochzeit einfängst, das wichtigste ist, DASS du sie einfängst 😉

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